Frühlingsflimmern
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Ein Schleier liegt noch müd´ im Sinn,
doch leise wächst das junge Licht.
Der Morgen trägt uns sanft dahin
und bricht des Winters kalte Pflicht.
Ein Schritt hinaus ins helle Grün,
der Atem füllt sich klar und weit.
Die müden Glieder neu erblüh´n,
im Takt der frischen Frühlingszeit.
Nicht jedem Tag wächst sanft die Kraft,
das Herz schlägt heller, unbeschwert.
Was schwer im Dunkeln Wurzeln schafft,
wird nun vom Sonnenstrahl genährt.
So flimmert Frühling zart und neu
und weckt, was lange schlief in mir.
Das Herz wird wieder jung und frei -
das Leben blüht - ich spür es hier.
So kehrt das Leben leise ein,
in jedem Halm, in jedem Licht.
Ich atme tief - es darf so sein -
der Frühling trägt, was Winter bricht.
© Claudia Behrndt
10.03.2026
Das könnte Sie auch interessieren