Freundschaft

Ein Gedicht von Marie Mehrfeld
Ein Netz, aus Nähe und Treue gestrickt
und immer wieder aufs Neue geflickt,
im Rinnen der Zeit ergraut, verblichen,

lautes Gehabe dem Leisen gewichen,
ich bin verwundert, ein Vierteljahrhundert
halten wir Hände, ja, das spricht Bände,

wir konnten streiten um Kleinigkeiten,
mal rauf, mal runter, das hielt uns munter,
will weiter dich halten und mit dir gestalten,

die Jahre, die kommen, sie werden genommen
ob Leid, ob Vergnügen, es soll uns genügen,
ob schwer oder leicht, wir haben’s erreicht,

vergangen im Nu, was zählt, das bist du,
hab gar nichts bedauert, so viel ist geschehen,
wie lang es noch dauert - wir werden es sehen.





M.M.

Informationen zum Gedicht: Freundschaft

27.06.2021
397 mal gelesen
1
Danke für deine Rückmeldung.
Dieses Gedicht hat 0 Leser gefallen und 0 Leser berührt.
5,0 von 5 Sternen bei 1 Bewertung
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.