Feuerbestattung

Ein Gedicht von Hans Witteborg
Feuerbestattung

Die Asche – lauwarm noch
wie das verblichende Leben
staubig eingefüllt in das irdener Gefäß
Asche-Partikel schwirren umher
als wollten sie dem letzten Gefängnis
entgehen, sich nicht dem Haufen Dreck
anschließen, der zusammengekehrt
einst als Mensch von Fleisch und Blut
üübrig ist.
Und die Seele? Gesellt sie sich zu den
Staubteilchen tanzend durch die Luft?
Läßt sie sich in die Urne zwängen?
Fragen bleiben...doch unumstößlich
gilt die Formel wie zur Verschwörung
Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube.
Feuergeläutert ist das große, endgültige
AMEN gesprochen!

Informationen zum Gedicht: Feuerbestattung

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24.04.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Witteborg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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