Essen fassen (eine wahre Geschichte)

Ein Gedicht von Eva Pietsch
Ins Jogurt hatte ich Früchte geschnitten
und wäre fast schon zur Tat geschritten,
es gleich zu Hause zu verspeisen,
doch die Idee an den Strand zu reisen,
ist mir gerade noch gekommen.
Mein Fruchtjoghurt habe ich mitgenommen.

Am Strand habe ich mein Geviert abgesteckt
und darin die Picknicktafel gedeckt.
Kaum hab' ich bei meinem Jogurt gesessen,
kam mir in den Sinn, es aufzuessen.
Doch wie wird bloß man von Jogurt satt,
wenn man seinen Löffel vergessen hat?

Mir mein Frühstück verderben zu lassen,
sah ich nicht ein, es galt, Essen zu fassen,
weshalb ich mit den Fingern aß.
Welch Kleckerei und welche ein Spaß!
Wie gut, dass ich alleine war.
So kam es, dass mich niemand sah.

Verhungern oder Manieren verletzen?
Man muss schon Prioritäten setzen!
Selbiges tat ich unumwunden
und habe dabei herausgefunden,
dass Jogurt - am Strand von den Fingern geleckt -
noch viel besser als zu Hause schmeckt.

Informationen zum Gedicht: Essen fassen (eine wahre Geschichte)

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07.06.2026
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