Essen fassen (eine wahre Geschichte)
Ein Gedicht von
Eva Pietsch
Ins Joghurt habe ich Früchte geschnitten
und wäre schon fast zur Tat geschritten,
es gleich zu Hause zu verspeisen,
doch die Idee, an den Strand zu reisen,
ist mir gerade noch gekommen.
Mein Fruchtjoghurt habe ich mitgenommen.
Am Strand habe ich meinen Claim abgesteckt
und darin meine Picknicktafel gedeckt.
Kaum hab’ ich bei meinem Joghurt gesessen,
kam mir in den Sinn es aufzuessen.
Doch wie wird man von Joghurt satt,
wenn man den Löffel vergessen hat?
Mir davon mein Frühstück verderben zu lassen,
sah ich nicht ein. Es galt, Essen zu fassen,
weshalb ich mit den Fingern aß.
Welch Kleckerei und welch ein Spaß!
Wie gut, dass ich alleine war.
so kam es, dass mich niemand sah.
Verhungern oder Manieren verletzen?
Man muss seine Prioritäten setzen!
Bei dieser Gelegenheit hab’ ich entdeckt,
dass Joghurt - am Strand von den Fingern geleckt -
viel besser als zu Hause schmeckt.
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