Entzündeter Blick

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Ein Schleier liegt auf meinem Blick,
das Auge brennt in leisem Rot.
Die Welt tritt einen Schritt zurück,
als wäre sie nur ein sanftes Boot.

Es perlt ein Glanz aus klarem Nass,
wie Regen kurz vor Sonnenschein.
Die Lider werden schwer wie Glas,
doch Ruhe zieht behutsam ein.

So schließt der Blick für kurze Zeit,
die Nacht legt Frieden sanft dazu.
Am Morgen wächst die Klarheit weit
und alles sieht mich wieder zu.

Ein letzter Schimmer bleibt im Licht,
wie Tau im ersten Morgenstrahl.
Was eben noch im Nebel spricht,
führt still ins Herz – ein neuer Strahl.

© Claudia Behrndt
Januar 2026

Informationen zum Gedicht: Entzündeter Blick

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24.02.2026
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