Ein warmer Abschied
Der Wind zieht leise durch das Tal
und flüstert von vergang’nen Tagen,
das Sonnenlicht wird langsam schmal,
die Schwalben weite Reisen wagen.
Ein letzter Strahl aus purem Gold
liegt weich auf müden Wiesen.
Der Sommer hat sein Glück gezollt,
dies durften wir genießen.
Ein erstes Blatt am großen Baum
färbt leuchtend sich in sanftem Rot,
der warme Tag wird nun zum Traum,
den uns die Sonne einmal bot.
Noch küsst sie warm das Stoppelfeld
bevor der Nebel sacht erwacht.
Ein gold’ner Abschied von der Welt,
eh uns der Herbst entgegenlacht.
Wir lassen los, was uns beglückt,
und danken für das helle Licht.
Bis uns die nächste Pracht entzückt,
wenn Purpurglanz dann zu uns spricht.
© Birgit Klingebeil
[09/2026]
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