Ein Vogelleben
Ein Vogelleben
Ob Amsel, Drossel, Nachtigall, ob Sperling oder Specht,
mir wäre, hätte ich die Wahl, ein Vogelleben recht.
Im Überschwang, so quietschvital, von spatzenfrechem Mut –
„Trilallala, trilallala!“, mein Flügelschlag so gut.
Ich trällerte tagein, tagaus im Wald nur vor mich her,
als Sittich fiel das Vögeln mir gesittet gar nicht schwer.
Um schön zu sein, da badet' ich, wo kühl ein Bächlein fließt.
Dem Jäger stets ein Dankespfiff, wenn er auf Katzen schießt.
„Trilallala, trilallala!“, stürzt' ich mich aufs Gebäck,
und käme ich als Taube her, gäb’s reichlich Taubendreck.
Ich könnt’ auch stolzer Kuckuck sein im fremden Neste stur –
ein stummer Kuckuck klebt daheim auf Omas goldner Uhr.
*
Das könnte Sie auch interessieren