Doch Mutter

Ein Gedicht von Paddel
Ich hatte nie einen ersten Kuss, der die wahre Liebe brachte
Keine erste Nacht, nach der ich nie wieder an eine andere Dachte
Ich habe nie etwas gelernt, dass bis zur Rente geht
Bin immer noch der, der im Walde steht
Höre ihm zu, was er zu sagen versucht
Hat die Natur den Menschen verflucht

Ich habe keine Vorsorge, doch nur Sorgen
Das ewige Glück bleibt mir verborgen
Ich habe kein Kind, keine Frau für die es sich Lohne
Kaufe ich mir eine Zauberbohne!

Die Frau wird real, so auch das Kind
Doch wird dafür Mutter bald blind
Großvaters Fleisch vom Leibe fällt
Amors Pfeil zu meinem Herzen schnellt

Die Zauberbohne verspricht viel Aufregung
Droht die Welt ihr doch mit Zerlegung
Traurig wird sie zu Boden fallen
Den Aufprall hört man bis hoch oben hallen

Nun stehe ich auf, gehe raus
Alles hat sich verändert, oh graus!
Menschen sind fort, ohne an mich zu denken
Sie werden mir ihre liebe, nie mehr schenken.

Doch Mutter! All das macht mich härter
Mutter! All das macht mich stärker
Mach dir keine Sorgen, dein Sohn ist groß geworden
Bleibt auch mir das Glück nicht verborgen
Ich verspreche dir - wir sehen uns Morgen
Mutter! Mach dir keine Sorgen.

Informationen zum Gedicht: Doch Mutter

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21.05.2018
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