Die vergessenen Arbeiter (Song)
Ein Gedicht von
Horst Bulla
[Strophe 1]
Sie standen früh in kalten Hallen,
haben Stahl und Träume bewegt.
Sie bauten Häuser, Straßen, Brücken,
ein Land, das sicher vor uns steht.
Doch heute sieht man nur die Schatten…
von Händen, die einst stark und frei.
Deutschland, wie konnt’ es passieren,
dass man sie einfach übersah?
[Strophe 2]
Sie trugen Lasten ohne Klagen,
haben nie nach Hilfe gefragt.
Sie gaben Jahre, Kraft und Leben,
für ein Land, das heute… nicht mehr für sie steht.
Jetzt stehen sie an stillen Straßen…
und hoffen auf ein kleines Glück.
Deutschland, wo ist deine Wärme
für die, die dich einst hochgedrückt?
[Zwischengesang]
Hartz-4… ein Stempel… auf der Seele
Armutsrente… Staates Dank…
Für Arbeit… Steuern…
Dicke Gehälter und Diäten…
Schuften… und Steuern zahlen…
dem Staate dienen… ein Leben lang…
[Strophe 3]
Ich seh die alten Werkbank‑Narben,
die vom Leben übrig sind.
Von Schichten, die kein Ende hatten,
von Tagen, die im Rauch verging’n.
Sie bauten Zukunft für Millionen…
doch keiner spricht mehr ihren Namen.
Deutschland, wie konnt’ es passieren,
dass du sie einfach hast verraten?
[Refrain]
Die vergessenen Arbeiter,
ein Echo aus der alten Zeit.
Sie haben dieses Land getragen,
doch heute bleibt nur Einsamkeit.
Ich hör die Stimmen ihrer Wege…
und keiner nimmt sie mehr zurück.
Deutschland, wo ist deine Stärke
für die vergessenen Arbeiter?
[Strophe 4]
Sie standen stolz in langen Reihen,
wenn die Sirenen Feierabend sangen.
Sie bauten Wohlstand ohne Fragen,
und hielten dieses Land zusammen.
Doch heute stehen sie am Rand…
und keiner sieht mehr ihren Blick.
Deutschland, wie konnt’ es passieren,
dass du sie einfach überblickst?
[Strophe 5]
Ein Hartz-4-Staat… der Menschen zwingt
durch Sanktionen.
Ein-Euro-Jobs, unbezahlte Praktika,
Sozialstunden, würdelose Hungerlöhne…
staatlich verkauft…
in Leih- und Zeitarbeit.
[Zwischengesang]
Freie Berufswahl… oder staatliche
Entmündigung, Bevormundung?
Ein Staat der uns die Rechte nimmt…
ein Volk… das wehrlos schweigt.
[Bridge]
Ein Land, das einst Versprechen gab,
von Würde, Schutz und Sicherheit.
Doch wer am Boden liegt, der merkt,
wie schnell ein Schwur im Wind zerreißt.
Und jeder Schritt auf diesen Wegen…
erzählt von Schmerz und einem Stück
verlor’ner Hoffnung, die wir schulden
den vergessenen Arbeitern.
[Refrain]
Die vergessenen Arbeiter,
ein Echo aus der alten Zeit.
Sie haben dieses Land getragen,
doch heute bleibt nur Einsamkeit.
Ich hör die Stimmen ihrer Wege…
und keiner nimmt sie mehr zurück.
Deutschland, wo ist deine Stärke
für die vergessenen Arbeiter?
[Outro]
Und wenn der Abend langsam fällt,
seh ich sie im Straßenlicht.
Die vergessenen Arbeiter —
doch ich vergesse sie nicht.
Vergesse sie nicht…
Ooooh… Nein!
Ich vergesse sie nicht…
© Horst Bulla
https://youtu.be/dd0UiHbK-TA
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