Die Umarmung

Ein Gedicht von Anouk Ferez
Fand schließlich hinter all den Gedanken,
die deiner Stirn entschlüpften um
in unserem Atem Wort zu werden,
doch noch deinen Lippenbogen.
Erklomm ihn und sprang hinein in das,
wofür es nur eines Wortes bedarf.

Sah hinter den Farben deiner Seele,
die all deine Gesten benetzen,
doch noch die Tönung deiner Haut.
Hüllte mich ein in jenen Duft,
der nicht der Poesie blumiger Worte,
sondern der Glut deines Blutes entsprang.

Nehme nun jede Blüte, jede Perle,
jede Feder in unsrer Umarmung an.
Du säst all deine Wunder so sacht
mir auf Augen, Nase, Lippen, Stirn.
Lege meinen Kopf in den Nacken:
Der Himmel über uns
ist unser Zeuge, unser Dom.

© Anouk Ferez 2-2015

Informationen zum Gedicht: Die Umarmung

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26.02.2015
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
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