Die tausendste Narbe

Ein Gedicht von Nico Fender
Geduckt, ich mache mich klein.
Geplatzt, höre immer noch ihr Schreien.
Vermutet, dass Narben würden bleiben,
Es blutet, und ewig wird er schweigen.
Verirrt, in der Lust weinen.
Ratlos mit meiner Macht zu meinen.
Verloren in der Endlosigkeit meiner Gedanken
und Streit mit mir, ja, ich kann mich zanken!
Gefleht, gehofft man würde mir vergeben
Neunhundertneunundneuzig mal schon ging's daneben.
Geflohen, vor der Schuld und Zeit,
macht sie sich nun im Körper breit.
Brandmale, aus Kummer und Trauer gemacht.
Die Wahrheit, die ich einfach weggelacht,
dass für Neunhundertneunundneuzig Sünden im Testament,
sich nur einer zu diesen bekennt
und die tausendste allen vergangenen Fehlern zum weil...
...traurig stelle ich fest: Es wird nicht heil...

Geduckt, geplatzt, so wie vermutet.
Es juckt, es kratzt und blutet...

N.Fender

Informationen zum Gedicht: Die tausendste Narbe

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24.01.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Nico Fender) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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