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Die Maus

Ein Gedicht von Horst Rehmann
In meinem Keller rennt ´ne Maus,
über Schrank, Regal und Stangen,
wenn ich sie seh´, packt mich der Graus,
werd versuchen sie zu fangen.

Des Nachbarn Katze kommt grad´ recht,
sie kennt sich aus mit dem Getier
und fangen kann sie auch nicht schlecht,
soll deshelb schnell mal helfen hier.

Ich sperr sie in den Kellerraum,
hör laut Gepolter und Gejammer,
nach einer Stunde glaub ich´s kaum,
mein Keller gleicht ´ner Rumpelkammer.

Die Katz verschwindet wie der Blitz,
hat nur Chaos hinterlassen,
die Maus schaut aus ´nem Mauerschlitz,
zieht ganz spitzbübisch Grimassen.

Bei mir ist die Geduld am Ende,
ich stell auf mit Speck ´ne Falle,
setz mich nur hin, falte die Hände,
lass gescheh´n der Dinge alle.

Nach einer Weile geht´s laut, klick,
die Maus hängt fest am Kragen,
gebrochen ist nun ihr Genick
- und ich stell mir die Fragen.

Was mach ich mit dem toten Tier,
und wo soll ich es entsorgen,
ich steh heut völlig ratlos hier,
ohne Hilfe - auch noch Morgen.

Informationen zum Gedicht: Die Maus

6.238 mal gelesen
(3 Personen haben das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 1,2 von 5 Sternen)
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01.06.2011
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