Die geschenkte Stunde

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Heute Nacht
kommt eine Stunde
noch einmal vorbei.

Wir haben nichts getan,
um sie zu verdienen.

Die Uhren geben nach.
Nur was vergangen ist,
bleibt vergangen.

Du schläfst.
Ich lasse dich
eine Stunde länger
nicht los.

Draußen
nimmt das Licht
keine Rücksicht
auf die neue Abmachung.

Ich liege neben dir
und übe,
nichts
aus dieser Stunde
zu machen.

Dein Atem.
Die Wärme
unter der Decke.

So viel Zeit
ohne ein einziges
Später.

Informationen zum Gedicht: Die geschenkte Stunde

25.10.2026
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