Die Fülle

Ein Gedicht von Heinrich Baumgarten
Die Fülle


Ich spüre die Fülle sinnübergreifend.
Ich höre den Wind und sehe zugleich, wie er Dinge bewegt.
Im dünnen Seil am Schaukelgestell dreht sich ein Spiegelsplitter,
und eine Hummel taumelt hindurch.
Der freundliche Frosch im Teich läßt sich hören durch sein Quaken,
auch höre ich ihn plätschern.
Aber meinen Augen gönnt er sich nicht.
Eben streifte noch eine der beiden Katzen um mein Hosenbein,
während der Wind ihr Fell gegen den Strich bürstete,
ohne daß sie protestierte.

Heinrich Baumgarten

Informationen zum Gedicht: Die Fülle

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09.01.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Heinrich Baumgarten) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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