Die Ära des Erwachsens [301]

Ein Gedicht von Jacob Seywald
Licht, es war mein erstes Wort
und aus schierer Sehnsucht setz ich's fort,
zu suchen, was mir Größe schenkt,
ja, ein Licht, das von alleine brennt.

An keinem Samen stünd ein Keim
und nichts fiel mir zu erleben ein.
Auf keinen Umstand käm ein Reim,
würdet ihr nicht alle mit mir sein.

Aufbruch kam in meine Welt,
doch kein Einziger hat davon erzählt,
dass auf Bruch so viele Täler folgen,
denn nicht alles Glänzende ist golden.

An keinem Samen stünd ein Keim
und nichts fiel mir zu erleben ein.
Auf keinen Umstand käm ein Reim,
würdet ihr nicht alle mit mir sein.

Achtsamkeit hat mir gezeigt,
dass ein Herz von ganz alleine heilt.
Was du nicht willst, dass man dir tut,
das füg achtsam keinem andern zu.

Ich glaub, ich kann erwachsen werden,
trotz des Blutes zwischen all den Scherben.
Und an der Hand, da halt ich mich,
auf ewig die Vergangenheit
und irgendwann auch dich.

Jacob Seywald XIII

Informationen zum Gedicht: Die Ära des Erwachsens [301]

14.10.2026
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