Destruktive Kommunikation

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-Fiktion -

Er lässt sich nicht herab zur
Kommunikation auf Augenhöhe,
auf Anfragen gibt es von ihm
keine Rückmeldungen,
auf Fragen geht er nicht ein,
oder antwortet mit Gegenfragen,
zuweilen kontert er „schlagfertig“
Eine respektvolle Ansprache
ist von ihm nicht zu erwarten.
Im Gespräch vermeidet er
Blickkontakt, wirft seinem
Gegenüber bestenfalls nur
missbilligende Blicke zu und baut
eine emotionale Distanz auf.
Seine Gestik spricht Bände,
sein abweisender Tonfall ist
barsch, schnippisch, schneidend,
ärgerlich und ungeduldig.
Er ist kurz angebunden, macht vage,
oder zweideutige Andeutungen,
die zu Spekulationen Anlass geben
und andere in der Ungewissheit
regelrecht „schmoren“ lassen.
Er, der stets den Ton angibt,
erwartet, dass jeder nach
seiner Pfeife zu tanzen hat.
„Widerständlern“ wird er seine
Gunst gänzlich entziehen,
was sie noch schmerzlich
zu spüren bekommen werden.

„Nicht wissen, woran man ist“

wird von ihm bezweckt,
um eine Atmosphäre
permanenter Unsicherheit
und Angst zu schaffen.

Informationen zum Gedicht: Destruktive Kommunikation

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01.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.