Der Tod kam nachts

Ein Gedicht von Meteor
War gestern mein letzter Tag ?
Ist mein Leben seither vorbei?
Ist das mein erster Tag vom Tod?
Fühl mich irgendwie seltsam frei.

Irgendwann in meiner letzten Nacht,
der Fenstervorhang wie Nebelrauch,
hielt ihn im Halbschlaf ausgedacht,
ein leiser Wind, ein warmer Hauch,
und eine Stimme flüsterte sacht:
"Komm mit mir, so ist's Brauch..."

Ein Schatten reichte mir seine Hand,
über mir, was ich doch seltsam fand.
Ich hob ab ohne mich zu bewegen,
glit hinfort, dem Flüsterer entgegen,
als verließ ich Zeit und diesen Raum,
war gefangen im surrealen Traum.

Wo blieb das Licht am Tunnelende?
Wo das friedlich grüne Wiesengelände?
Schwebe ich grenzenlos in der Ewigkeit?
Wieso zogen an mir fremde Hände?
Es sind meine! Mein verlassener Leib!
Tote Augen flehten um meinen Verbleib!

Der Schatten verlor nun seine Geduld,
selten muss er jemanden zwingen,
er hatte nicht vor, um mich zu ringen,
letztlich gab er mir dafür die Schuld,
kein Muss, mich zum Licht zu bringen,
mein Körper war bereit zum Tumult.

Die Tunnelschwelle wich ins Ferne,
mein Herz spürte wieder meine Seele,
der Puls noch still, die Augen Sterne ,
des Todes Hand sich vorerst empfehle,
bis der Lebenswille sich nicht verwehre,
wenn der Schatten erneut bereit stehe.

Morgenwind weht Licht ins Zimmer,
meine Leichtigkeit ist nicht vom Tod.
Ganz nah kam er mir, jetzt nimmer,
Herz und Seele erfreut das Sonnenrot.

Informationen zum Gedicht: Der Tod kam nachts

6 mal gelesen
-
09.07.2026
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.