Der lerzte Herbst

Ein Gedicht von Thomas
Weil dieser Herbst der allerletzte ist
und der Frühling nun nicht mehr blühen wird,
weil du - Natur - verbraucht und müde bist,
sind wir Menschen plötzlich geschockt, verwirrt.

Bis heute konnten wir dich doch immer,
fortschrittlich aussaugen, schröpfen, plündern
und immer gab's einen Hoffnungsschimmer,
der uns stets Hoffnung machte, uns Sündern.

In dieser falschen Hoffnung gefangen,
schritten wir stets marodierend voran,
egoistisch - auch mit leichtem Bangen,
wissentlich, dass es nicht gut gehen kann.

Und nun geschieht, was wir alle wussten,
wir haben deine Grenzen gefunden,
wissend, dass wir dich längst schützen mussten...
Doch wir haben uns nicht überwunden.

Jetzt stehen wir hier, keine Knospe blüht,
auf verbrannter Erde, der Himmel blau
verstehen, dass unser Ende geschieht...
Unsre Herzen schwer, unsre Mägen flau.

Thomas

Informationen zum Gedicht: Der lerzte Herbst

21.10.2026
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