Der krank-sein-Wahn

Ein Gedicht von Andreas Hanschke
Der Kranke geht ins Krankenhaus,
doch wie sieht es mit jenen aus,
die Denken, sie wären gesund
und da ganz ohne einen Grund.
Die irren, soviel sei gesagt,
sich mächtig, weil an ihnen nagt
etwas und das wird nur entdeckt,
wenn man sie in die Röhre steckt.
Noch Blut abziehen und Urin,
auch lässt man ihn nicht eher ziehn,
bis so ein schlauer Dokorand,
das Unheil im Proband erkannt.
Dann darf auch der Gesunde gehn,
wenn alle Zeichen günstig stehn
und die Fabrik, die über Nacht,
mit krank sein richtig Geld gemacht,
sich irrt, dass es verschmerzt wer'n kann,
wenn an dem Scheinbaren nichts dran
und dem Gesunden, dass ist klar,
am End nurn bissl schwindlig war.

Informationen zum Gedicht: Der krank-sein-Wahn

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19.04.2018
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