Der hundertjährige Claude

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Der hundertjährige Claude

Claude Monet und das Licht –
Er malte es ja immer wieder.
Seine Werke sind wie ein Gedicht,
Ich meine, es sind Frühlingslieder.

Das Licht hat bei ihm Farbe erhalten,
Wie wir es zu bestimmten Uhrzeiten sehen.
Auch durch Kritik ließ er sich nicht abhalten:
Er musste in die Natur frei hinausgehen.

Auch er war natürlich von Selbstzweifeln zerfressen:
Kann ich denn diese Meerbilder tatsächlich wagen?
Haben diese Welt nicht schon andere ausgemessen,
Finden sich auf meinen Bildern bessere Aussagen?

1870 musste er sogar nach England fliehen,
Sein bester Freund war im Krieg gefallen,
Doch er kam zurück, sich ums Helle zu bemühen,
Und er malte Bilder, die mir bis heute gefallen.

Monet hat mit dem Streben nach Vollkommenheit
Uns das Großartige des Lichts in der Natur hinterlassen,
Stets aufgezeigt, dass die Welt einmalige Schönheit,
Diese kann man mit Augen und Seelen über Bilder erfassen.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Der hundertjährige Claude

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17.08.2026
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