Der Frosch im April
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Im Teich erwacht ein leises Lied,
der Frost ist fort, die Welt wird neu.
Ein grüner Springer, der es sieht,
taucht auf im sanften Frühlingstau.
Er streckt die Glieder, blinzelt sacht,
das Wasser glänzt im Abendschein.
Sein Quaken hallt durch stille Nacht,
er singt sich froh ins Grüne rein.
Die Knospen schwellen, Weiden blühn,
der Frosch ruft laut ans Uferland.
Man spürt es tief in jedem Grün:
der Winter weicht von Rand zu Rand.
Auf einen Stein sitzt er in Ruh,
smaragdgrün, still, ein kleiner Wacht.
Er schaut den Frühling einfach zu
und quakt sein Lied durch Nacht für Nacht.
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