Der Duft vergangener Tage
In des Morgens kühler Frische,
weht noch nach der Hauch der Nacht,
und die Blumen dort im Garten
sind vom Schlafe kaum erwacht.
Leise geh ich durch die Reihen,
still versunken, Schritt für Schritt,
und ein zarter Duft von damals
geht wie eine Ahnung mit.
Suchend schweifen meine Blicke
durch des Gartens Pflanzenmeer,
doch ich finde keine Blume -
nur die Sehnsucht tief in mir.
Jener Duft, aus Kindertagen,
den ich einst vernommen sacht,
ist wie Wintereis zerronnen -
hat sich leis davon gemacht.
Aus dem Hauch vergangener Zeiten
und dem Jetzt und Hier zugleich,
wird aus Sehnsucht und Erinnern
still der Seele neues Reich.
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