Der Abschied

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Der Abschied

Eigentlich wollte sie ihn immer begleiten,
Doch schon bald bemerkte sie,
Dass sie es bequemer haben kann.
Sich von der Himmelsmacht zu leiten,
Einbringen allzeit so viel Fantasie,
Das ist ihr zu viel Nähe, zu viel Mann.

Also musste sie sich ausklinken,
Auch kam sie sich darin zu wenig vor
Und spürte: Ich wurde hineingezogen,
In diese Präsenz, dieses ständige Verlinken,
Das brachte neue Seelennöte hervor,
Obwohl sie ihm doch sehr gewogen,

Also floh sie ihm zum 1. April,
Kein Scherz: Sie wollte nichts mehr lesen,
Auch wenn ihr Gemüt darunter litt.
Als Widder kennt sie ja ihr Ziel:
Was nur lastet, das sei ihr gewesen,
Doch sucht sie den neuen Schritt?

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Der Abschied

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08.04.2026
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