abschied und schrippen

Ein Gedicht von Angelika Zädow
aus dem dunkel der nacht
webt zartrotes glühen
ein band über den horizont

zaghaft wächst licht
in den morgen
hinein

schweigend
treten sie hinaus
in den kühlen morgenwind

aus der hitze
des abschieds
vom geliebten leben

erschöpft und müde
von den dichten stunden
voller nähe und erinnerungen

tragen sie die ganze fülle
des erlebten
mit in den neuen tag

weinen und lachen
schweigen und singen
schmerz und liebe

so haben sie
sie hinüber gewiegt

der letzte atemzug
ein hineinhauchen
in die ewigkeit

sie stehen und schauen
in den anbrechenden
morgen

von ferne vogelstimmen
der zeitungsbote
fährt vorüber
ein lied summt in der seele:
und bis wir uns wiedersehen
halte gott dich fest in seiner hand

schrippen? fragt er
schrippen! antwortet sie
es klingt nach Trost und Hoffnung

Informationen zum Gedicht: abschied und schrippen

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30.03.2026
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