Das offene Fenster

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Heute
steht das Fenster offen,
obwohl niemand gesagt hat,
dass der Winter vorbei ist.

Ein Streifen Licht
liegt auf dem Boden
wie eine Einladung,
die nicht drängt.

Ich sammle ein,
was von mir übrig ist,
nicht als Beweis,
sondern als Neubeginn.

Draußen
übt ein Baum
das Grünwerden.

Und ich
übe
mich im Werden.

Informationen zum Gedicht: Das offene Fenster

16.05.2026
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