Das Nagelbettchen

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Das Nagelbettchen

©Hans Hartmut Karg
2017

Dem jungen Menschen bleibt noch lange unbekannt,
Wenn altersmäßig man den Nagelbettchen schmeichelt:
Der Nagelfluss treibt Schmerzen her ins Land,
Damit das Bettchen man mit Nagelfeile streichelt.

Weibliche Jugend will die Nägel gern lackieren,
Denn Farbe ist's, die schon der Jugend Freude gibt.
So lassen sich Hände und Füße leicht verführen,
Wenn man den eigenen Körper wirklich liebt....

Doch älter werden halt auch unsere alten Nägel,
Wenn langsam unsere schönen Körper schwächeln:
Das Altern ist bei vielen Menschen ja die Regel,
Da können wir kaum Hoffnung uns zufächeln....

Doch wer will schon Fußbäder nehmen,
Wenn er sich ewig jugendlich noch wähnt?
Des Menschen Herz will immerzu sich sehnen
Nach Attraktivität, damit ja keiner gähnt....

So lassen wir denn weiter Nägel kolorieren,
Wenn Füße, Hände matt und schlaff.
Die Jugend wird uns immer inspirieren:
Satt sind wir, modisch dennoch – und nicht brav!

*

Informationen zum Gedicht: Das Nagelbettchen

215 mal gelesen
16.03.2017
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige