Das Hexenei

Ein Gedicht von Joshua Coan
Wo tief im Walde Licht gestorben
auf weichen Nadeln ein Kind geboren
ist aus faulem Grund entsprungen
und durch garstige Teufelei gelungen

Spinnenbeine sich hervorstrecken
im hohlen Holze haust der Schrecken
rote Augen, geifernde Klauen
Zähne wie Stacheln, zum Stechen und Kauen

Feuchtes Moos auf allen Steinen
Pflanzen wachsen auf Gebeinen
Ruinen vorzeitlichster Tage
schweigsame Hügel, offenes Grabe

Entschlüpft und gestorben
oder doch schon tot geboren?
verwest noch zu lebzeiten
es stinkt und wird ihren Fluch verbreiten

JC

Informationen zum Gedicht: Das Hexenei

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09.12.2019
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