Bring mir das Licht der Sterne (Ballade)

Ein Gedicht von Wolfgang Scholmanns
Vorm Bild des alten Brunnen,
saß eine Maid, so fein.
Das Lied, das sie gesungen,
aus tiefem Herz entsprungen,
sang sie nur ihm allein.

Du Liebster in der Ferne,
bist lang nicht mehr bei mir.
Bring mir das Licht der Sterne,
ich läge heut‘ noch gerne,
in deinen Armen, hier.

Und wie ein leises Flehen,
klang ihre Melodie.
Sollt‘ nicht im Wind verwehen,
weil einer konnt´ verstehen,
der fühlte, so wie sie.

Bald schon knüpfte es Bande,
der Schönen Sehnsuchtslied.
Klang hell, in fremdem Lande,
an eines Ufers Rande,
dem Liebsten ins Gemüt.

Er trieb sein Ross in Eile,
folgte dem leisen Klang.
Das er nicht mehr verweile,
und bald das Herze heile,
das ihm ein Flehen sang.

Weit hinter ihm die Ferne,
erreichte er sein Ziel.
Wo mit dem Licht der Sterne,
die Liebste, ach so gerne,
in seine Arme fiel.

Informationen zum Gedicht: Bring mir das Licht der Sterne (Ballade)

6 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
03.05.2026
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.