Begehren Ohne Süße

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Unsere Geschichte spricht nach Mitternacht.
Dein Blick hat mein stillstes Sehnen entfacht.
Kein Wort, nur ein sehr sich’res Nicken;
Dann deine Hand an meinem Rücken,
fest, fordernd und gefährlich heiß.
Es perlt recht uncharmant der Schweiß.
Wenn wir uns‘re Umarmung finden,
und unsere Körper sich verbinden,
schalt‘ ich den Kopf aus, lass mich fließen.
Wir malen die Musik mit Füßen.
Ich fühl‘ mich frei, fühl‘ mich erlöst.
Du hast mein „ich“, mein Herz entblößt.
Nähe, Stolz und wunde Füße.
Tango ist Begehren ohne Süße.

Informationen zum Gedicht: Begehren Ohne Süße

03.01.2026
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