Aufbruch aus der Stille
Ein Gedicht von
Max Vödisch
Der Stein in deiner müden Brust
war einst so schwer wie dunkle Lust.
Doch weicht er nun dem Licht des Tages,
das still erscheint am Rand des Hanges.
Die Hülle, kalt und einsam, schwer,
zerbricht und gibt die Wege frei.
Sie hält dich nun nicht mehr,
die Zeit der Starre ist vorbei.
Die Schatten, die dich einst umgaben,
erblassen vor der neuen Macht.
Sie heilen so wie alte Narben,
wenn hell die Zuversicht erwacht.
Durchschreite still den Nebelschleier,
denn wisse, dass die Sonne steigt
und jeder Herzschlag, kühner und freier,
ist Leben, das sich dir nun neigt.
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