Auf RÜGEN

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Die Möwe lauert
auf unsere Fischbrötchen
vom Laternenmast

Meerbad, Kurkonzert,
Küstenwald, weisse Villen -
Flaniern in Sellin

Die Gottheit, die in
alle Richtungen schauen kann -
auf Kap Arkona

Aus Buchenwäldern
Blicke in die blaue See -
weisse Dreiecke

Der Meereswind rauscht
in den Kronen der Buchen -
liebt sein Instrument

Schwäne tauchen die
Köpfe in die Fluten vor
den Kreidefelsen

Kleine Wanderer
unter lichtgrünen Dächern
Atemstiller Raum

Im Kreidemantel
ruht der dunkle Feuerstein
über Äonen

Megalithgräber
künden etwas Bleibendes
aus der Jungsteinzeit

Ein paar Bund Gräser
auf dem Opferstein Quoltitz -
da im Lindenhain

Der blanke Zorn im
Fischerdorf Vitt und viel Wut
auf die neue Zeit

Der Weissdorn an der
Schwelle zwischen den Welten
Hünengrab Nobbin

https://youtu.be/sQu_9fTHFcI

Informationen zum Gedicht: Auf RÜGEN

1 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
25.08.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.