Arme Kinder spielen anders (Song)
Ein Gedicht von
Horst Bulla
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… weil der Hunger bleibt…“)
wenn der Magen ständig knurrt,
(„Knurrt so laut… die Welt hört’s nicht…“)
weil es wieder…
nur eine dünne Suppe gab.
(„Nur ein Topf… für ein Leben…“)
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… weil die Würde fällt…“)
wenn Hartz‑4 heißt…
an der Armutstafel stehen.
(„Tafel stehen… Kopf gesenkt…“)
Und sich dafür noch zu schämen.
(„Scham im Herz… Scham im Blick…“)
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… ohne Weihnachtslicht…“)
wenn der Weihnachtsmann nicht kommt,
(„Kein Geschenk… kein warmes Wort…“)
weil Hartz‑4 für Kinderträume
kein Geld und Platz für Träume hat.
(„Keine Träume… kein tröstend Ort…“)
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… weil kein Staat sie sieht…“)
ihre Tränen sieht kein Staat.
(„Keiner zählt… was wirklich wehtut…“)
Staates Kinder leben im Reichtum.
(„Goldne Wege… goldne Türen…“)
gute Schulen, gutes Leben…
reichlich Essen auf dem Tisch.
(„Volle Teller… leere Herzen…“)
Luxus, große Autos, große Villen,
Taschen niemals ohne Geld.
(„Immer voll… immer mehr…“)
Glimmer, Glanz in ihrem Leben –
(„Glanz von Anfang… Glanz bis Schluss…“)
von Geburt, bis ihren Tod.
(„Goldne Wiege… goldnes Grab…“)
Armuts‑Leben, Armutsgräber,
(„Kalter Stein… kalter Boden…“)
Armutstafel Schlange stehen,
(„Lange Reihen… leere Taschen…“)
kein Geld für kleine,
große Wünsche…
(„Wünsche klein… Träume groß…“)
das werden sie niemals verstehen.
(„Nie verstanden… nie gesehen…“)
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… wo der Hunger wohnt…“)
in den Ländern Hungersnot –
(„Leere Felder… leere Nächte…“)
weil der Reichtum dieser Welt,
für Eliten, Bosse, für Regierungen
ist bestellt.
(„Alles oben… nichts für unten…“)
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… wenn die Kriege brennen…“)
wenn die Kriege maßlos toben,
(„Bomben fallen… Kinder fliehen…“)
für Ressourcen, Bodenschätze,
für neues Land, Profit und Macht.
(„Gier regiert… Mensch verliert…“)
Regierungen schamlos lügen…
(„Frieden sagen… Feuer meinen…“)
von Kriegen für den Frieden,
von bösen Diktatoren,
die sie das Handwerk legen müssen.
(„Große Worte… kleine Wahrheit…“)
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… weil die Mägen schreien…“)
wenn Armut ihre Magen knurrt,
(„Knurrt und zehrt… Tag für Tag…“)
wenn Bettler auf den Straßen sterben
und Mütter werden vor Sorgen alt.
(„Sorgen schwer… Jahre schnell…“)
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… wenn die Welt zerreißt…“)
wenn Armut, Krieg und Tod…
(„Dunkle Schatten… kalter Wind…“)
wenn Hunger, Blut und Tränen,
ihnen ihre Kindheit raubt.
(„Kindheit fort… Schmerz bleibt da…“)
Arme Kinder spielen anders,
(„Anders… und den Reichen egal…“)
den Reichen ist es egal!
(„Egal… egal… egal…“)
Sie leben ihr Luxus‑Leben…
(„Goldne Nächte… goldne Zeit…“)
den Armen bleibt keine Wahl.
(„Keine Wahl… keine Chance…“)
(Den Armen bleibt keine Wahl.)
(„Keine Wahl… niemals frei…“)
(Niemals frei…)
© Horst Bulla
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