Arm und reich, im Abschied gleich

Ein Gedicht von Wolfgang Scholmanns
Leben blättert in den Jahren,
gewebt wurd´ mancher Konstrukt,
im Bestreben und Erfahren,
Fehltritte, die Auftrieb waren,
mal ganz oben, mal geduckt.

Oben weicht des Weges Stille,
prahlt oft Rücksichtslosigkeit.
Stark prunkt die Gedankenhülle,
schöpfen aus des Habgiers Fülle,
blind für Armut oder Leid.

Unten sein gibt zu erkennen,
wo des Menschen Wurzeln sind,
nichts bewerten, nichts benennen,
jedes Selbst startet das Rennen,
bis die Abschiedsstunde winkt.

Wiegt der Tod das Wort der Leere,
liegt dem Lied die Note weit.
Bilderlos vergeht die Schwere,
kein Erheben, keine Ehre,
stumm verlier´n sich Raum und Zeit.

Informationen zum Gedicht: Arm und reich, im Abschied gleich

13 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
1
15.04.2026
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.