Arm und reich, im Abschied gleich
Leben blättert in den Jahren,
gewebt wurd´ mancher Konstrukt,
im Bestreben und Erfahren,
Fehltritte, die Auftrieb waren,
mal ganz oben, mal geduckt.
Oben weicht des Weges Stille,
prahlt oft Rücksichtslosigkeit.
Stark prunkt die Gedankenhülle,
schöpfen aus des Habgiers Fülle,
blind für Armut oder Leid.
Unten sein gibt zu erkennen,
wo des Menschen Wurzeln sind,
nichts bewerten, nichts benennen,
jedes Selbst startet das Rennen,
bis die Abschiedsstunde winkt.
Wiegt der Tod das Wort der Leere,
liegt dem Lied die Note weit.
Bilderlos vergeht die Schwere,
kein Erheben, keine Ehre,
stumm verlier´n sich Raum und Zeit.
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