Ankunft im stillen Ich
Im hellen Licht der Morgenstunde,
liegt tief im Wald ein stilles Glück.
Es schweigt die Welt in weiter Runde,
hält allen Lärm von uns zurück.
Ein Bach fließt in der weichen Stille,
mit sanftem Gurgeln, rein und klar.
Es ist, als wär’s der Schöpfung Wille,
wie sein Lied erklingt, so wunderbar.
Das Wasser spielt mit Kieselsteinen,
ein Glitzern tanzt im klaren Lauf.
Die ersten Sonnenstrahlen scheinen
und wecken sacht Libellen auf.
Es duftet zart nach feuchter Kühle
und herbem Moos, wie jungem Grün.
Während im Herzen die Gefühle
wie weiße Buschwindröschen blühn.
Kein Windhauch stört das stille Bild,
nur Plätschern hallt im grünen Dom.
Die Seele sanft, der Geist gestillt;
es fließt ein frischer Lebensstrom.“
© Birgit Klingebeil
[01/2026]
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