Angst vor Authentizität
-Fiktion -
Er versteckt sich als Mensch
hinter der Therapeutenrolle –
bleibt unsichtbar, nicht greifbar,
in seinem wahren Wesen
nahezu nicht existent.
Er projiziert sein Idealbild
auf die Leinwand seiner
psychologischen Fassade,
um sich somit den Anstrich
von Kompetenz zu verleihen.
Indem er andere therapiert,
therapiert er sich selbst,
ohne es sich einzugestehen.
Er kann sich selbst weder
akzeptieren noch ertragen,
verschließt Augen und Herz
vor eigenen blinden Flecken,
ist gefühlstaub und für Liebe
so gut wie unempfänglich.
Fragiles Ego, ausgehungert
nach Anerkennung,
führt ein Schattendasein,
verschanzt sich hinter
emotionalen Schranken,
die ihm als „Krücken“ dienen.
Seelischer Druck wächst,
verstärkt inneren Zwiespalt
und seine dumpfe Angst,
in seiner Therapeutentrolle
eines Tages als „Hochstapler“
entlarvt zu werden.
Das könnte Sie auch interessieren