Am Kummerower See

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Wann immer ich zu ihm hinunter geh';
still und ruhig liegt vor mir der See.
Eine Trauerweide - gleich neben mir,
als stummer Wächter steht sie wohl hier.

Unter ihren tief hängenden Zweigen
Enten - schon in nächtlichem Schweigen.
Sacht wiegt das Schilf sich im lauen Wind,
derweil das Abendrot im See versinkt.

Der Mond, noch hinter Wolken versteckt,
wird zärtlich von ersten Sternen geneckt.
Ist er in voller Pracht dann zu sehen,
wird friedvoll der Tag zu Ende gehen.


© Birgit Klingebeil
[1989]

Informationen zum Gedicht: Am Kummerower See

01.09.2025
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