9. Der Sinn, der sich zwischen den Linien hält

Ein Gedicht von Lewin Dunkel
Der Sinn, der sich zwischen den Linien hält
(Eine stille Herkunft, ein offener Ausgang)

Wir stammen aus einem Raum,
der keinen Namen trägt,
ein dünner Anfang
unter der Ordnung der Dinge.
Ein leises Werden,
das sich nicht zeigt,
aber bleibt.

Das Leben legt sich
in unsere Linien,
schmal, unentschieden,
ein feiner Verlauf
zwischen zwei Atemzügen.
Es fragt nicht,
warum wir gehen,
nur wohin wir treten.

Der Tod ist kein Ende,
nur ein anderer Raum,
ein stilles Weiterfallen
in eine Form,
die wir nicht kennen.
Ein feiner Übergang,
der sich nicht erklärt,
aber öffnet.

Der Sinn liegt dazwischen,
nicht laut,
nicht fest,
nur ein dünner Faden
im Gleichgewicht der Welt.
Ein leises Halten
zwischen Herkunft
und dem,
was bleibt.

Informationen zum Gedicht: 9. Der Sinn, der sich zwischen den Linien hält

05.09.2026
0 mal gelesen
Danke für deine Rückmeldung.
Dieses Gedicht hat 0 Leser gefallen und 0 Leser berührt.
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.