3. Der Schatten, der sich anders legt
Ein Gedicht von
Lewin Dunkel
3. Der Schatten, der sich anders legt
(Eine Verschiebung im Licht)
Der Schatten fällt flacher als gestern,
ein kaum sichtbarer Wechsel
in der Haltung des Lichts.
Er streift die Kante anders,
als hätte der Tag
seinen festen Winkel verloren.
Die Fläche bleibt still,
doch ihr Rand wirkt
einen Hauch verschoben,
ein leises Gleiten
unter der Oberfläche.
Das Licht zögert,
bevor es sich setzt.
Nichts ruft,
nichts drängt,
doch der Schatten trägt
eine neue Richtung,
schmal, unentschieden,
und legt sich in den Raum,
als wüsste er mehr
als die Dinge selbst.
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