1989

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
1989

Kein Spielfilm kann jemals darstellen,
Was bei der Grenzöffnung geschah.
Kaum kann man sich das mehr vorstellen,
Wie Ost und West sich damals nah!

So jung die Menschen damals noch
Und freudestrahlend die Gesichter,
Weil unerwartet endlich doch
Befreit man ist – auch ohne Schlichter.

Umarmungen, die in Berlin,
Das Weinen, Lachen, Lieben:
War das kein neuer Weltbeginn?
Wo ist all das geblieben?

„ZUM EWIGEN FRIEDEN“ nun bereit,
Hoffen, doch kurzzeitig nur Illusion!
Mit dem Schleifen der Mauer ohne Streit
Einen Blick auf die Weltvision!

Was ist von all dem denn geblieben?
Warum sind wir nicht weiter gegangen,
Haben uns dem EWIGEN FRIEDEN verschrieben –
Und müssen ihn künftig doch weiter verlangen?


©Hans Hartmut Karg
2019

*

Informationen zum Gedicht: 1989

1.270 mal gelesen
10.11.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige