Weihnachtswetter

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Wenn einer denkt, dass alles positiv ist,
dann nennt man ihn den Optimist.
Und dieser bekannte Optimist
täglich unser Wetter misst.

Doch in seinen zwei Urlaubstagen
wollten alle nach dem Wetter fragen.
Drum hat er hinterher und ungefragt
das Weihnachtswetter vorausgesagt.

Heiligabend wird das Wetter so,
das mancher enttäuscht, ein anderer froh.
Der erste Feiertag wird etwas schlimmer,
doch richtige Bekleidung braucht man immer.

Am zweiten Feiertag beginnt es schon am Horizont,
da wird das Wetter wie gewohnt.
Und nimmt jemand noch Brückentage,
sind Regen, Schnee und Sonne keine Frage.

Ganz egal, ob stundenlang die Sonne scheint,
oder ohne Grund der Himmel weint.
Der warme Wind über die Alpen geht,
Sibiriens Kälte zu uns über Polen weht.

Der Adria-Fön lässt „nackte Weiber“ entstehen,
Väterchen Frost will „lange Männer“ sehen.
Der Regen aus dem Wolkenreich
trifft auf der Straße alle gleich.

Nur bei Schnee kann es so wehen,
dass die Augen nichts mehr sehen.
Doch strömt es unterm Bett sehr breit
ist das Hochwasser nicht weit.

Und heute fiel dem Optimisten ein,
am Ende werden alle befriedigt sein.
Ob im Norden, Osten, Westen, Süden,
Weihnachten ist Wetterfrieden.

03.12.2018 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Weihnachtswetter

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02.12.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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