Unser Sommerfest

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Jeder, den es in die freie Natur treibt,
hofft, dass das trockene Wetter bleibt.
Scheint die Sonne ohne Schranken,
machen sich viele schon Gedanken.
Jede Gemeinschaft im kleinsten Nest
feiert doch gern ein Sommerfest.

Eben zog ich aus der täglichen Post,
wer, wann, wo und was es kost.
Und ich soll mir, ihr werdet lachen,
über etwas Kultur Gedanken machen.
Was liegt da näher, wenn ich dichte,
in Reimen über irgendwas berichte.

Mit Zeilen über Liebe könnt ich siegen,
aber dabei auch viel Ärger kriegen.
Über die Kirschen reden wir nicht laut,
denn die waren alle nur geklaut.
Selbst Peter Alexander konnte nicht erwarten,
die süßen Kirschen in Nachbars Garten.

Und die einst noch schmächtige Suse
steckte sich halbe Äpfel in die Bluse.
Bei Big Brother wollte einer locken
in der Unterhose mit einem Paar Socken.
Dabei können wir zufrieden sein,
wer es nicht will, bleibt auch nicht allein.

Ich werde über Tiere schwatzen,
Hunde, Pferde, Lamas, Katzen.
Meerschweinchen und Papageien,
die quieken und erbärmlich schreien.
Sie fressen bald die Haare vom Kopf,
mancher Mann trägt drum nen Zopf.

Die Tauben lasse ich eingesperrt,
weil sie sonst ein Raubvogel zerrt.
Mäuse und Ratten sind alltäglich,
doch beim Sommerfest sehr eklig.
Lieber rede ich dann vom Teich,
denn die Fische sieht man gleich.

Wer es den Wespen denn nur steckt,
dass die Torte sündhaft schmeckt?
Sollen sie doch ruhig mal hungern,
statt auf der Gabel rum zu lungern.
Um den Grill fliegen sie im Kreis,
denn dort ist es furchtbar heiß.

Ich hoffe doch das Wetter hält
und bläst uns nicht davon das Zelt.
Es gibt Gesprächsstoff jede Menge
in des Zeltes gemütlicher Enge.
Endlich stelle ich mich an das Fass
und wünsche allen dann viel Spaß.

31.07.2017 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Unser Sommerfest

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31.07.2017
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