Steine wachsen

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Ob in Bayern, Preußen oder Sachsen,
wenn man auf dem Lande wohnt,
hört man, dass die Steine wachsen,
weil ein Steinbeißer dort thront.

Wer früher Landwirt war gewesen,
kennt das noch aus seiner Zeit,
man musste ständig Steine lesen,
das war schwere Feldarbeit.

Nach dem Pflügen und dem Eggen
konnte man das Wachstum sehen,
musste dann die Steine trecken,
meist bis an den Feldrand gehen.

Kleine Brocken wie Kartoffeln,
gab es stets fast hundertfach,
große Felsen zwischen Stoppeln
lagen tief, aber auch flach.

Keiner konnte uns je sagen,
wie es diese Teile machen,
dass sie nach Pflug und Eggen Tagen
wieder in der Sonne lachen.

Ich weiß nur aus der Geschichte,
schon beim Pyramidenbau
nutzte man Sand und Gewichte.
Die Ägypter waren schlau.

Wenn jemand von euch damit spielt,
sich im Fitnessraum zu schaffen,
dann kann er Steine lesen, ganz gezielt,
und ich brauch nur noch zuzugaffen.

21.11.2015 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Steine wachsen

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27.11.2015
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