Sommerwünsche

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Jetzt auf einer Wiese liegen,
nackt sich in der Sonne wiegen.
Die Sonne bräunt die Hautpartien,
drum sollte man sich ganz auszieh ‘n.

Zarte Hände auf dem Rücken,
sollten jetzt die Creme drücken.
Dabei auch Muskeln beleben,
die angeblich an Wirbeln kleben.

Jetzt ein kleines Gläschen Sekt,
weil es sich dann besser neckt.
Wenn Perlen in der Nase zwicken,
beim Niesen alle andern blicken.

Und sn fängt zwischen Frau und Mann
der erste Blickkontakt schon an.
Spürt die Frau, das ist die Beute,
stören sie auch keine Leute.

Hinterm Buch wird ganz geschickt
ihr neues Opfer angeblickt.
Später, nach dem lauten Schnäuzen
sich die beiden Blicke kreuzen.

Kreuzen sie sich öfter mal,
ist geklärt die Partnerwahl.
Irgendwann geht’s um die Creme,
die er gerne von ihr nehme.

Aber vorher muss aus freien Stücken
die Creme erst auf ihren Rücken.
Dabei kann er sie inspizieren
Ihren Körper ganz genau studieren.

Beherrscht er es zart zu wühlen,
kann er schon so manches fühlen.
Und er sieht, so braun und fein
wird sie morgen nicht mehr sein.

Wer den Sonnenbrand gut kennt,
weiß, morgen ist die Haut Pergament.
Wenn der Sonnenbrand dann rötlich glüht,
heißt es nur: „Umsonst bemüht!“

08.06.2018 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Sommerwünsche

285 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
08.06.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige