Kindersommerabend

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Der Sommertag war wunderschön,
warum muss er zu Ende geh ‘n?
Das letzte Licht muss man noch nutzen,
um die Schuhe schnell zu putzen.
Es war Zeit zum Abendessen,
drum rief die Mutter wie besessen:
„Kinder, kommt endlich ins Haus
und zieht die schwarzen Socken aus.“

Ehe der Letzte die Lösung fand,
kam sie mit der Schüssel in der Hand.
Wer im Hof mit Wasser spritzt,
meist barfuß und auch nackig flitzt.
Doch die Füße sind sehr schmutzig,
bei manchem wirkt das auch noch putzig.
Trotzdem kommt die Schüssel kaltes Wasser
und der Kälteschock wirkt krasser.

Aber nur beim ersten Stauchen,
wenn die Zehen untertauchen.
Rubbelt Mutter mit dem seifigen Lappen,
denkt man lieber an abendliche Happen.
Denn zappelt man zu unverfroren,
gibt es den Lappen um die Ohren.
Dann endet dieser schöne Tag
plötzlich mit und auf einen Schlag.

06.08.2015 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Kindersommerabend

973 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 0,5 von 5 Sternen)
-
06.08.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige