Igittigitt

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Igittigitt

Ich bin Ingrids Streichel Liebchen,
das verfressene Katzenbübchen.
Ich fresse alles und bleibe fit,
nur mein Frauchen sagt: „Igittigitt!“

Dabei besteht ihr tägliches Futter
nicht nur aus Wasser, Brot und Butter.
Ihre Augen leuchten wunderbar,
geht sie abends in die Sushi-Bar.

Oder sie besucht die Pferdediele,
und isst, was sich im Stroh rum siele.
Haxen, Hirn und Magen
würden manche Tiere sich nicht wagen.

Aus dem Harz der alte Käse
stinkt von weitem in die Neese.
Früh, beim letzten Monden Licht
geht sie und weiße Wurzeln sticht.

Und auch schmutzige heiße Knollen
lässt sie auf den Teller rollen.
Die Schale isst sie manchmal mit,
da sag ich nur: „Igittigitt!“

14.09.2017 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Igittigitt

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14.08.2017
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