Frühlingsanfang

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Ist es Regen oder Schnee,
was ich vom Himmel fallen seh?
Frühlingsanfang ist doch heute,
laut Kalender für alle Leute.
Krokusse und alle Zwiebelblumenarten
auf das warme Wetter warten.
An der Hauswand, unverzagt,
wird sich oft schon vorgewagt.
Doch statt sonnenreicher Hitze
gibt es eine eisige Mütze.

Nur die Mäuse freuen sich beizeiten,
sehen sie die Blüher schon von weitem.
Selbst der Maulwurf kann‘s nicht ändern,
es wird Frühling laut seinen Kalendern.
Deshalb muss er unter Tage laufen
und sich schinden, Haufen für Haufen.
Der Flieder schon die Knospen prallt,
damit es dort als erstes knallt.
Nur Ziegen, Schafen und jedem Reh
tut zur Zeit der Magen weh.

Sie haben den Sonnenschein genutzt,
Gras und Heu sind weggeputzt.
Jetzt gilt es die jungen Rinden
von Obst- und Laubhölzern zu finden.
Nur Katzen und Hunde im Umkreis eben
führen ein lautes Liebesleben.
Kommen auch die Tiefs, die kalten,
der Frühling lässt sich nicht aufhalten.

29.02.2016 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Frühlingsanfang

569 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
1
29.02.2016
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige