Eines Tages sind wir dran

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
In der Jugend, vor langer Zeit,
war das Alter noch sehr weit.
Keiner von uns kam auf die Idee,
dass seine Haare einmal weiß wie Schnee.

Die Jahre gingen leicht dahin,
wir hatten Spaß und Fun im Sinn.
Die Arbeit erbrachte das Geld,
die Freizeit war ein weites Feld.

Liebe war erst ohne ein Ziel
bei Tag und Nacht ein schönes Spiel.
Partner, Kinder, Patchwork Familien,
Urlaub an Stränden wie Sizilien.

Frühlingslauf und Sommerradeln
mit Sportlern und jungen Madeln.
Tennis, Golf, selbst Motorsport,
heißt es auch, der Sport sei Mord.

Plötzlich und ganz unerwartet,
ein Formblatt, dass die Rente startet.
Der Friseur uns noch erschreckt,
dass eine Platte uns bald bedeckt.

Der Doktor jetzt mehr lateinisch spricht,
denn viele Wehwechen sieht man nicht.
Und eines Tages in der Bahn sind wir dran,
man bietet uns einen Sitzplatz an.

24.06.2017 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Eines Tages sind wir dran

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24.06.2017
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