Die Verlockung

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Nun ist es wieder so weit.
es ist wieder Prüfungszeit,
Zeit sich energisch zu wehren,
gegen bunte Teller und Etageren.

Dabei kann es sich nur handeln,
um Nüsse, Schokolade, Nugat, Mandeln.
Der Doktor sagt, das soll man meiden,
doch wer kann schon Hunger leiden.

Der Magen krampft, der Speichel läuft,
viel Adrenalin wird angehäuft.
Der Mensch ist nicht zum Kampf geboren,
drum ist die Lecker- Schlacht bereits verloren.

Liegt das Zeug erst mal im Haus,
fliegt nur noch die Verpackung raus.
Im Vorbeigehen, unentdeckt,
wird Stück für Stück im Mund versteckt.

Manchmal, wenn auch der Partner eilt,
wird ein großes Stück geteilt.
und dann entschuldigt man leise,
es wäre ja nur ausnahmsweise.

Irgendwann merkt man indessen,
alle Vorräte sind aufgegessen.
Wenn man Glück hat für und für
steht Weihnachten noch vor der Tür.

02.12.2014 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Die Verlockung

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02.12.2014
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