Die kunterbunte Welt

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Geh in der Früh ich mit dem Hund
ist die Welt schon kunterbunt.
Die Menschen schnell zur Arbeit eilen,
die Hunde sich den Stammbaum teilen.
Die Katze auf ihr Leckerli pocht,
während die Mutter unseren Kaffee kocht.

Der Schornsteinfeger will auf’ s Dach,
die Müllabfuhr leert mit viel Krach.
Ein junger Mann macht lange Beine
und bringt für die Wahl die Scheine.
Die Zeitung steckt schon in dem Rohr,
die Post kommt etwas später vor.

Die Firma HzweiO stellt einen Wasserwagen,
sie wollen Rohre spülen an den Tagen.
Laut kommt der Rettungshubi geflogen,
ein Ballon ist später lautlos gezogen.
Die Sirene heult drei Mal vom Turm,
sicher ein Unfall oder Feuersturm.

Später ließ man offenbaren,
der Bus hätte ein Reh überfahren.
Die ersten Schüler ihre Mappen trecken,
der Schulbus kommt gleich um die Ecken.
Ein Schaf, das irgendwo ausgerissen,
har Nachbars Blumen auf dem Gewissen.

Doch schon sein Besitzer eilt,
ein Schein Ärger und Schaden teilt.
Zwei Zeugen Jehovas wollen uns belehren,
doch niemals unsere Straße kehren.
Drum sperre ich den Hund nun ein
und knie mich in die Arbeit rein.

03.09.2017 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Die kunterbunte Welt

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03.09.2017
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