Die Hauswinkelspinne

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Ich dachte erst man will uns necken,
denn das Fernsehen sah in alle Ecken.
Nicht etwa live an Studiowänden,
wo sie doch bestimmt was fänden,

nein, bei mir zu Hause unterm Bett
saßen die Tiere und fraßen sich fett.
Ich weiß zwar nicht was sie kauten
und wie sie es restlos verdauten.

Ich spürte nur wenn ich erwachte,
dass mir ein dünner Faden lachte.
Und folgte ich zum Faden Rand
ich auch den Eigentümer fand.

Es war eine Spinne wie selbst gebaut,
nur dünne Beine und fast keine Haut.
Sie soll überhaupt nicht schädlich sein
und beißt nicht wie der Storch ins Bein.

Und trotzdem kann ich sie nicht leiden,
drum musste einer von uns scheiden.
Ich sagte nur: Sei über diese Reise froh!
und spülte sie dann auf dem Klo.

27.09.2018 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Die Hauswinkelspinne

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27.09.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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